{"id":1284,"date":"2024-03-10T13:11:08","date_gmt":"2024-03-10T12:11:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.energiewende-kirchheim.de\/?p=1284"},"modified":"2024-03-10T14:05:30","modified_gmt":"2024-03-10T13:05:30","slug":"deutschland-im-jahr-2030-oder-wie-ich-gerne-sage-wo-sind-unsere-autobauer-hin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.energiewende-kirchheim.de\/?p=1284","title":{"rendered":"Deutschland im Jahr 2030 \u2013 oder wie ich gerne sage: &#8222;Wo sind unsere Autobauer hin?&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p>( satirisch R\u00fcck-Vorausblickender (?) Artikel, nicht ganz so ernst gemeint&#8230;) <\/p>\n\n\n\n<p>Also, Leute, wir schreiben das Jahr 2030, und Deutschland scheint so etwas wie die Hauptrolle im Drama der technologischen Zeitenwende zu spielen. Aber hey, bevor ihr denkt, ich erz\u00e4hle euch &#8217;ne Gruselgeschichte, lasst uns das Ganze mal mit einer Priese Humor aufrollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Also, ich befinde mich im Fr\u00fchling des Jahres 2030 in einer Stadt im Ruhrgebiet, auf dem Weg zur &#8222;Mobility Industry Super Show&#8220; &#8211; das Mekka der Autoindustrie, oder wie sie sich noch immer nennt. Und man muss sagen, die Autos von heute haben so viel mit den Kisten aus den 20ern gemeinsam wie ein Kaktus mit einem Wassermelonen-Smoothie.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich roll&#8216; gerade mit meinem Chauffeur &#8222;RoboJohnny&#8220; zum Flughafen, um nach Peking zu jetten. Warum? Weil mich da ein Roboter-Car von Apple abholen wird. Habe das Ding \u00fcbrigens \u00fcber Didi Chuxing gebucht &#8211; die sind mittlerweile so gro\u00df wie eine Milliardenkakteenfarm, oder so. In China sind Robo-Autos so allt\u00e4glich wie bei uns die U-Bahn &#8211; krass, oder?<\/p>\n\n\n\n<p>Zur\u00fcck in good old Germany brauch&#8216; ich meinen eigenen fahrbaren Untersatz nicht mehr. In meiner schicken Gro\u00dfstadt kann ich entweder mit &#8217;nem Rosthaufen der Bahn durch die Gegend schleichen oder mich von einem selbstfahrenden Carsharing-Auto kutschieren lassen. Tja, da habe ich mich nat\u00fcrlich f\u00fcr die Hightech-Variante entschieden. Mein Chauffeur &#8222;RoboJohnny&#8220; ist ein Roboter, der nicht nur auf den Namen h\u00f6rt, sondern auch wei\u00df, wie man durch Megastaus auf der A40 navigiert. Man muss sich ja schlie\u00dflich irgendwie die Zeit vertreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Alternativroute durch die Provinz geht&#8217;s an verlassenen Autoh\u00e4usern vorbei, die aussehen, als h\u00e4tte die Natur beschlossen, hier &#8217;nen botanischen Garten zu er\u00f6ffnen. Die Autobranche in Deutschland? Naja, die hat&#8217;s erwischt, als ob sie beim Limbo-Spiel unter &#8217;ner Betonmauer durch musste. Banken schreiben rote Zahlen, Autoh\u00e4user gammeln vor sich hin &#8211; das volle Programm.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcbrigens, wer Autos in Deutschland kaufen will, klickt sich jetzt bei Alibaba ein. Neue Wagen? Fast schon so selten wie Regen im W\u00fcstencamping. Die Chinesen haben das Ding gerockt &#8211; qualitativ hochwertige Elektro-Kutschen, direkt aus der Fabrik in China, ab daf\u00fcr nach Europa. Die europ\u00e4ischen Autobauer? Die gucken neidisch r\u00fcber und spielen Karten. <\/p>\n\n\n\n<p>VW ist jetzt Zulieferer von E-Motoren und Teilen f\u00fcr Audi und Porsche, den noch \u00fcbrig gebliebenen Autofirmen in Deutschland. Mercedes , BMW und Audi sind in der neuen <strong>BBA-Automotive<\/strong>  ( Benz+BMW+AUDI- Koalition, nur Premium &#8211; KFZs ) aufgegangen, gerade noch rechtzeitig, bevor Sie einzeln in Rauch aufgegangen sind. Alle Zulieferer von fr\u00fcher haben das Land verlassen, dieser R\u00fcckschritt hat fast 330.000 Arbeitslose hinterlassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Rezession hat in den letzten Jahren 2022-2026 zugeschlagen wie meine Oma beim Bingo-Abend. Deutschland hat &#8217;nen Haufen Jobs verloren, und niemand kann den Verlust bis jetzt kompensieren. Warum? Weil die Autobranche nicht nur &#8217;n Abstecher ins Rote gemacht hat, sondern sich richtig auf die Nase gelegt hat. Nordrhein-Westfalen ist besonders hart getroffen &#8211; da hat nicht mal mehr &#8217;ne Ameise &#8217;nen Autobauer.<\/p>\n\n\n\n<p>Ford hat in K\u00f6ln 2026 schon dichtgemacht, die Motorenproduktion war das erste, was den Bach runterging. Die gro\u00dfen Energiekonzerne? Ebenfalls auf Tauchstation, dank der Energiewende, die so chaotisch war, dass selbst ein Schimpanse beim Kopfsch\u00fctteln noch einen besseren Plan h\u00e4tte. Nordrhein-Westfalen, einst das Energieland, hat jetzt die Aura eines Taschenlampen-Batteriefachs.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber hey, nicht alles ist d\u00fcster. Immerhin kaufen wir unsere Schlitten jetzt bei Alibaba, w\u00e4hrend die Chinesen sich die H\u00e4nde reiben und \u00fcberlegen, wohin sie als n\u00e4chstes Elektro-Karren verschiffen. Deutschland? Das klingt wie ein alter Radiosender, der nur noch die guten alten Hits spielt, w\u00e4hrend der Rest der Welt auf Spotify abgeht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Achse der &#8222;Fast Four&#8220; &#8211; Peking, Shanghai, Chongqing und Silicon Valley &#8211; hat die Z\u00fcgel in der Mobilit\u00e4tsbranche fest in der Hand. Sogar BMW, Daimler und VW sind jetzt mehr so Mobilit\u00e4ts-DJs ( Luxus-Taxis-On-Demand und Future-Cars f\u00fcr die SuperReichen ) als Autobauer. Robo-Johnny, mein Robo-Chauffeur, kommt \u00fcbrigens auch straight outta Silicon Valley &#8211; da, wo die TESLA-Roboter mit Goldkettchen rumlaufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Batterien f\u00fcr unsere neuen Flitzer? Keine Chance, die kommen nicht aus Omas Keller, sondern aus Asien und den USA. Europa hat den Sprung von Lithium-Ionen-Batterien der Consumer-Elektronik ins Auto verpennt. Die Autos? Produziert werden die Dinger jetzt eher in Asien, Mexiko oder Osteuropa. Japan? Die haben auch was abgekriegt, aber hier in Deutschland hat die Deflations-Krankheit auch ein Zuhause gefunden.<\/p>\n\n\n\n<p>Apropos Zuhause &#8211; auf dem riesigen Infoscreen am Flughafen lese ich, dass die A40 immer noch &#8217;nen Dauerstau hat. Habe ich gerade geschafft, dank Robe-Johnny und seiner alternativen Route durchs Niemandsland. Da r\u00f6cheln also immer noch Dieselautos vor sich hin, als ob sie versuchen, die Wolken zu kitzeln. In Peking? Null Problemo, da gibt&#8217;s seit 2025, also gef\u00fchlt f\u00fcnf Jahren, nur noch Strom-Flitzer.<\/p>\n\n\n\n<p>Ach \u00fcbrigens, die WHO hat rausgefunden, dass in deutschen Gro\u00dfst\u00e4dten die Herzinfarkt-Raten hochgehen. Grund? Stickstoffdioxid, das durch die Luft schwirrt. Die Dieselwolke \u00fcber uns hat wohl doch nicht nur den Duft von Freiheit, sondern auch von Herzproblemen.<\/p>\n\n\n\n<p>Also, Leute, schlie\u00dft die Augen, denkt an den guten alten China-Trip vor 50 Jahren, als die Pekinger noch mit Handkarren neben den Luxuskarossen posierten. Damals haben wir uns am\u00fcsiert, heute sind wir das Handkarrenland. <\/p>\n\n\n\n<p>Der Himmel \u00fcber Peking ist blauer als der \u00fcber uns &#8211; zumindest k\u00f6nnen wir noch von der Farbe tr\u00e4umen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>( satirisch R\u00fcck-Vorausblickender (?) 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